Projekt

Besuch von Stätten des NS-Terrors in Riga

Zur Vorbereitung der Reise einer größeren Besuchergruppe zu Stätten des NS-Terrors in Lettland wurden im Januar 2023 das Erweiterte Polizeigefängnis und Arbeitserziehungslager Salaspils (auch KZ Salaspils genannt) und der Wald von Rumbula aufgesucht.

Die Verhältnisse in Salaspils entsprachen denen der Konzentrationslagern. Die überwiegend politischen Häftlinge mußten schwerste Arbeiten vor allem in naheliegenden Gipssteinbrüchen leisten. Besonders beklemmend war die Lage von Kindern im Lager. Etwa 1.100 wurden im Rahmen einer „Bandenbekämpfungssaktion“ ohne ihre erwachsenen Angehörigen aufgegriffen und in einer gesonderten Baracke in völlig verwahrlosten Zustand untergebracht. Mehrere hundert Kinder starben eines elenden Todes.

Im Wald von Rumbula, nahe Riga gelegen, töteten deutsche SS- und Polizeieinheiten im Winter 1941 mehr als 27.500 Jüdinnen und Juden, die in mehreren Massengräbern verscharrt wurden. Nur in Babyn Jar bei Kiew/ Ukraine wurde ein noch größerer Massenmord begangen.