Projekt

Kamper See/Polen

Kurz vor dem Ende des 2. Weltkrieges , am 5. März 1945, stürzte ein Wasserflugzeug in den Kamper See, an Bord befanden sich fast 80 Kinder mit ihren Betreuern und die vierköpfige Besatzung. Zu dieser Zeit bewegte sich ein riesiger Flüchtlingsstrom, unter ihnen Tausende Kinder, in Richtung Westen um der sich nähernden Front zu entkommen. Couragierte Piloten der am Kamper See stationierten Wasserflugzeuge zur Seenotrettung retteten vermutlich über 10.000 Menschen ihr Leben, in dem sie diese u.a. in Richtung Rügen ausflogen. Die Kinder waren im Rahmen der Kinderlandverschickung in die umliegenden Badeorte geschickt worden.

Die Toten liegen bis heute im Kamper See unter einer tiefen Schlammschicht begraben. Eine Bergung ist eine technische Herausforderung und finanziell sehr aufwendig.

Dennoch arbeiten wir daran, gemeinsam mit polnischen Partnern und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge eines Tages die Bergung durchführen zu können, mehrere Erkundungen und Gespräche vor Ort dienten diesem Ziel.